Wie fördert das Säuglingsschwimmen die Entwicklung meines Kindes ?

Ihr Kind empfängt bereits ab dem zweiten Schwangerschaftsmonat Reize, die es aufnimmt und verarbeitet. Es setzt sich also schon aktiv mit seiner Umwelt auseinander. Nach der Geburt muss der Säugling seine im Mutterleib erlernten Bewegungen einer völlig veränderten Situation, der Schwerkraft, anpassen. Um den Säugling aktiv bei seiner Entwicklung zu unterstützen, bietet sich das Schwimmen an. Im Wasser beeinflussen alle Bewegungen die gesamte Wahrnehmung des Körpers. Allein der Aufenthalt im Wasser und das Spielen darin, löst viele wichtige Reize aus. Die Schwerelosigkeit macht es dem Säugling wieder leichter sich zu bewegen. Das gilt sowohl für gesunde, als auch für behinderte Kinder. Ich verstehe meine Methodik als Fördermassnahme und arbeite daher integrativ.

Wann kann man anfangen ?

Hier gilt nicht: „Je früher desto besser“. Ab der zwölften Lebenswoche ist die Wahrnehmungsverarbeitung so weit entwickelt, dass das Schwimmen einen Entwicklungsanreiz darstellt und keine Überforderung stattfindet. Das Immunsystem ist stabil genug und auch die Kopfhaltung ist schon so weit, dass der Säugling seine Umwelt besser „überschauen“ kann.

Später ist ein Beginn natürlich auch möglich. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass ein junger Säugling noch eine frischere Erinnerung an die Schwerelosigkeit hat. Bei älteren Kindern kann das Wasser Angst auslösen, wenn im Tieferen keine Möglichkeit des Krabbelns oder Laufens mehr besteht. Das heisst kein Boden wahrgenommen werden kann.
 

Was kann man im Wasser überhaupt machen ?         

Mit Hilfe verschiedener Übungsformen und vielen Spielsachen werden dem Säugling die unterschiedlichsten Reize zugeführt. Er lernt, sie zu verarbeiten, das heisst, sie für später zu speichern. Sobald die Muskulatur stabil genug ist und die Wahrnehmungsverarbeitung einen gewissen Reifegrad erreicht hat, werden spezielle Auftriebshilfen eingesetzt um intensiver zu fördern. Das Baby wird zunehmend selbständiger und selbstsicherer. Eine Langzeitstudie der Sporthochschule Köln hat dies bereits Anfang der 80er Jahre belegt. Tauchen ist grundsätzlich kein fester Bestandteil in meinen Säuglingskursen. Haben Sie und Ihr Kind daran Spass, tauche ich mit Ihnen gerne auf Anfrage.


Zu uns kommt regelmässig eine Fotografin,
mit der sie auf Wunsch auch Unterwasserfotos
von Ihnen und Ihrem Kind machen lassen können.
Ich arbeite mit Petra Minnasch von
Aquamarine-Pictures
zusammen.

 

 

Sie haben die Möglichkeit, einen Kurs auszuwählen, der dem Schlafens- und Essenrhythmus des Kindes angepasst ist. Mit den Säuglingen finden die Kurse morgens statt, da das Gehirn um diese Zeit ausgeruht ist und die Reize leichter aufnehmen und abspeichern kann.

Bevor Sie beginnen, sollten sie ihre Badetemperatur unserer Wassertemperatur (33°C) etwas anpassen. Das macht dem Baby die erste Stunde so angenehm wie möglich. Zum Schwimmen sollte es dann ein gut sitzendes Badehöschen tragen.

Für den ersten Eindruck, hier ein paar Bilder und Videos aus den Kursen: